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Gut vernetzt 2/2016

Stark im Ring durch Kraft und Technik

Mit dem Toggenburger Herbstschwinget neigt sich die Saison von Daniel Bösch ihrem Ende zu. Höhepunkt war der Gewinn einen Kranzes am Eidgenössischen Schwingerfest. Zurück in seiner Heimat, zeigt er dem Nachwuchs, wie man im Ring gewinnen kann.

Schöner kann ein Spätsommertag kaum sein. Es ist der Vortag des Toggenburger Herbstschwinget in Mosnang, des ersten Schwingfests für Daniel Bösch nach dem Eidgenössischen Schwinger- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac. Veranstalter ist sein Schwingclub Wil zusammen mit dem Trycherclub Dreien. Es ist Mittag. Soeben hat das Aufbauteam, alles Mitglieder der beiden veranstaltenden Vereine, seine Arbeit beendet. 16 Kubikmeter Sägemehl wurden pro Ring benötigt. Die drei Ringe sind umschlossen von Bänken für das Publikum, dahinter das grosse Festzelt. Alle Spitzenschwinger aus dem Toggenburg und zahlreiche Gastschwinger werden bei diesem Fest antreten.

«Wenn der Kopf stimmt, stimmt auch der Körper!»

Wir werden von Daniel Bösch, Aushängeschild des Schwingclubs Wil, mit einem kräftigen Händedruck begrüsst. Auch er half beim Aufbau tatkräftig mit. Vor uns steht ein Mann, mit dem man nicht den Streit sucht. Daniel Bösch gewann bisher 83 Kränze, 17 Munis und ein Unspunnenfest – sein grösster Sieg, denn dieses Fest in Interlaken gilt als eines der ältesten überhaupt. Es findet nur alle sieben Jahre statt.

Zufrieden mit dem Eidgenössischen. Vor einer Woche stand Daniel Bösch noch in der grossen Broye-Arena des Eidgenössischen Schwingfests vor 52’000 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern. Bösch hat das Eidgenössische mit dem guten siebten Rang und dem Gewinn eines Eidgenössischen Kranzes beendet. Mit dem siebten Schlussrang ist er in bester Gesellschaft von Ex-König Kilian Wenger, Christian Stucki und Philipp Laimbacher. Im Gespräch mit uns zeigt sich Bösch zufrieden mit dem Resultat. «Am Start habe ich nicht aufgepasst», rekapituliert er und spricht vom Wettkampfglück, das halt auch immer dazu gehört. Doch dann lief es gut für ihn. «Es waren meine zwei besten Tage der Saison», meint er. Estavayer sei sein klarer persönlicher Höhepunkt der Saison gewesen. Diese hat etwas harzig gestartet, weshalb die Buchmacher ihm nur eine einprozentige Siegesschance voraussagten. Doch schliesslich wurde das fortschreitende Jahr besser, wie er sagt.

Daniel Bösch ist einer, der seine Erfahrungen weitergibt.

Morgen wird nun das letzte Fest des Toggenburgers für diese Saison stattfinden. Danach sei etwas Entspannung angesagt. Sein beruflicher Alltag als Metzger im Aussendienst wird wieder mehr im Zentrum stehen, das Training etwas zurückgestellt.

Für ihn – und das gilt wohl für alle Schwinger – sind die kleinen Feste nicht Pflicht, sondern ebenso reizvoll wie die grossen. Hier kennt man sich, sagt Bösch. «In Estavayer haben wir erst am Abend mit Menschen aus dem Publikum gesprochen, hier ist das anders. Gespräche mit Festbesuchern ergeben sich wesentlich schneller. Man bekommt Gratulationen oder auch Tipps, was man vielleicht hätte besser machen können, lacht er. «Der Zuschauer ist immer der beste Trainer.» Diese Aussage von Daniel Bösch könnte wohl auch von einem Fussballstar stammen. Sie unterstreicht die grosse Popularität des Schwingens. Doch woher kommt diese? In den ländlichen Gebieten ist Schwingen seit jeher tief verankert. Wie der Vater, so der Sohn. Tradition halt. Während sich die Welt – vor allem die digitalisierte –  weiter globalisiert, erhalten die Heimat, Vertrautes und traditionelle Werte eine neue Bedeutung. An Schwingfesten kennt man sich – fühlt man sich wohl.

Den Saisonschlusspunkt setzt Daniel Bösch am Herbstschwinget in Mosnang.

Lernen vom Vorbild. Nachmittag. Der Schülerschwinget steht auf dem Programm. Zahlreich sind sie gekommen, grosse Kinder und kleine Böse, wie ihre Vorbilder bereits mit Edelweisshemden ausgerüstet. In einem Crashkurs wird den Kids das ABC des Schwingens beigebracht. Und von Daniel Bösch gibts noch zusätzliche Expertentipps, denn im Ring sind Kraft und Technik gefordert. Nach einer 10-minütigen Aufwärmrunde durch das Dorf erscheinen die Kids wieder in der Arena, bereit und gespannt auf die praktische Einführung in die Technik der einzelnen Schwünge. Ausgerüstet mit den Hosen bilden sich nun Trainingspaare. Die ersten Kurzzüge, Übersprunge, Brienzer, Hüfter oder Wyberhaagge sitzen, nun werden den Jungs noch die Rituale beigebracht: Handschlag vor und nach dem Kampf und natürlich das freundliche Abklopfen des Sägemehls vom Rücken des Besiegten durch den Sieger.

Was bei den Kleinen so locker aussieht, verlangt den Grossen viel Training ab. Für Bösch bedeutet das acht bis zehn Trainingseinheiten pro Woche. Das gemeinsame Training im Club wird ergänzt mit Krafttraining im Fitnessstudio, Massage und Physiotherapie. Hinzu kommt das clubübergreifende Spezialtraining. Ein deutlich zustimmendes Ja kommt von Daniel Bösch auf die Frage, ob denn Schwingen auch Kopfsache sei. Zu 40 bis 50 Prozent meint er. «Wenn der Kopf stimmt, stimmt auch der Körper!»

Fairness hat hohen Stellenwert. Völlig unverkrampft und mit grosser Begeisterung gehen die 6- bis 10-Jährigen zur Sache. Die aktuelle Popularität des Schwing-sports treibt den Nachwuchs auch in die Schnupperkurse. Für Daniel Bösch ist es wichtig, dass Kinder sich sportlich betätigen. «Macht Sport!», ruft er die Jugend auf. «Wichtig ist nicht was, sondern dass ihr etwas macht!» Warum? «Sport baut auf, man setzt sich Ziele. Und wird es hart, muss man beissen», begründet er. Beim Schwingen wird der ganze Körper trainiert, erklärt Bösch die Vorzüge seiner Sportart. Man bleibt fit. «Zudem zeigt es dir auch den fairen Umgang mit deinen Gegnern auf und du lernst die wunderbare Kameradschaft unter den Schwinger kennen. Der Zusammenhalt im Team ist bereichernd, obwohl man als Einzelsportler kämpft.» Er schwärmt vom Vereinsleben und freut sich, dass Traditionen weitergegeben werden können. Für Knaben sei es nur schon aufregend, an Wettkämpfen als «Täfeli-Buebä» im Einsatz zu sein. Aktiv als Schwinger dürfen sie erst mit dem 16. Altersjahr teilnehmen. Für Jüngere finden überall Jungschwingertage statt.

Das Vorbild und seine Fans – Bösch startete seine Schwingerlaufbahn mit acht Jahren.

Ab 6 Jahren. Bereits im Alter von 6 Jahren können Buben mit dem Schwingen beginnen – Mädchen in den entsprechenden Frauenschwingclubs übrigens auch. Vorbedingungen gibt es eigentlich keine. Bösch nennt nur deren zwei: «Die Kleinen haben Spass am Balgen und können zwei Stunden ohne Mami sein», lacht er. Klein Daniel startete seine Karriere erst mit acht beim Schwingclub Uzwil. Sein Vater war sein erster persönlicher Trainer. Er nennt ihn auch als sein Vorbild.

Am Sonntag gewann Daniel Bösch den Mosliger Herbstschwinget. Bösch blieb ungeschlagen und zog mit fünf Siegen in den Schlussgang ein, in welchem er Michael Rhyner bezwang.

2016 ging Daniel Bösch einige Male als Sieger vom Platz.

Daniel Bösch

Wohnort: Zuzwil
Heimat: Kirchberg (SG)
Geburtsdatum: 5. März 1988
Gewicht: 135 kg
Grösse: 192 cm
Beruf: Metzger
Zivilstand: ledig
Hobbys: Natur, Reisen,
Neuseeland, Rugby
Verein: Schwingclub Wil

Grösste Erfolge:
– 1. Unspunnenfest 2011
– 17 Munis, entspricht 17 ersten Plätzen an grossen Turnieren
– 83 Kränze

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