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Einblick 1/2019

«Man muss sich einen Ruck geben»

Die Schweizer Leichtathletin und Thurcom-Botschafterin Selina Büchel bereitet sich gerade auf ihre nächste Saison vor. Die 27-jährige Läuferin verrät im Interview, wie man schneller wird. Und motiviert bleibt.Du bist Profi-Sportlerin und gehörst in deiner Spezialdisziplin, dem 800-Meter-Lauf, zur Weltspitze. Kennst du sowas wie fehlende Trainingsmotivation überhaupt?
Das kommt schon vor – aber sehr selten. Wenn es beispielsweise die ganze Woche regnet, fällt es mir manchmal auch nicht leicht, fürs Laufen nach draussen zu gehen. Aber das hält immer nur so lange an, bis ich losgelegt habe.

Dann macht es Spass?
Genau. Das Training bereitet mir immer grosse Freude.

Hast du einen Trick, um dich zu motivieren?
Man muss sich manchmal einfach einen Ruck geben. Hat man mal angefangen, wird man es nicht bereuen. Daran muss man sich erinnern. Und Ziele sind auch wichtig.

Was für welche?
Melden Sie sich beispielsweise für einen Halbmarathon an, dann wollen Sie das auch schaffen.

Beim Training stehen Hobbysportler oft vor einem «Dead-End». Sie kommen also nicht mehr weiter, werden nicht mehr schneller. Ist dir das auch schon passiert?
Ja. Deshalb habe ich mich vergangenen Herbst auch für eine Veränderung entschieden. Ich hatte das Gefühl, dass ich eine Trainingsumstellung brauche, und habe den Trainer gewechselt. Die Idee dahinter ist, dass man dem Körper irgendwann neue Reize geben muss. Trainiert man immer gleich, stellt sich der Körper darauf ein und man kommt nicht mehr vorwärts.

Und hat der Wechsel etwas gebracht?
Ich glaube schon. Momentan fühle ich mich sehr gut. Das hat einerseits damit zu tun, dass ich das gesundheitliche Tief überwunden habe. Aber andererseits scheinen mir auch die neuen Herangehensweisen im Training gutzutun.

Was ist denn nun konkret anders?
Zum Beispiel der Trainingsrhythmus. Mein Alltag ist nun anders strukturiert. Aber auch das Training selbst haben wir angepasst. Wir legen nun den Fokus vermehrt auf die Laufökonomie. Diese Anpassungen schaffen neue Reize für den Körper. Zusätzlich suchen wir internationale Kontakte für Trainingslager – erst kürzlich war ich dafür in Südafrika.

Aber nicht nur dein Training hat sich geändert, oder?
Stimmt. Ich habe auch wieder angefangen, ein paar Stunden pro Woche bei meinem früheren Arbeitgeber – einem Raumplanungsbüro in St. Gallen – zu arbeiten. Glücklicherweise sind sie dort sehr flexibel und haben mir diese Möglichkeit geboten.

Zur optimalen Leistung gehört nicht nur ein fitter Körper, sondern auch ein gesunder Geist. Trainierst du auch deine Psyche?
Gegen Ende des letzten Jahres habe ich zum ersten Mal mit einem Mentaltrainier gearbeitet. Ziel war es, herauszufinden, mit welcher psychischen Einstellung ich am besten performen kann. Dazu gehörte auch das Verarbeiten meiner gesundheitlichen Probleme. Besonders das Asthma hatte mich nach wie vor belastet.

Und hat es etwas gebracht?
 Sehr viel sogar. Das kann ich wirklich weiterempfehlen.

Wie weit bist du bei der Saisonplanung?
Derzeit stecke ich beim Training mitten in einer Aufbauphase. Der Start in die Saison wird entweder Ende Mai oder Anfang Juni erfolgen. Dieses Jahr ist der Höhepunkt aber etwas später als sonst.

Warum das?
Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft findet heuer in der katarischen Hauptstadt Doha statt. Um der dortigen Sommerhitze etwas auszuweichen, wurde sie auf Ende September geschoben. Das Stadion ist aber klimatisiert – allzu heiss wird es also nicht.

Und was für Highlights stehen in der Schweiz an?
Wo genau ich überall laufen werde, ist jetzt noch nicht sicher. Aber es gibt in dieser Saison einige spannende Meetings in der Schweiz. Ein Highlight wird sicher das «Weltklasse Zürich» Ende August.

 

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